Der wissenschaftliche Schwerpunkt der Abteilung liegt im Bereich der translationalen Herz-Kreislauf-Forschung und hierbei insbesondere auf der Erforschung von Erkrankungen des Blutgefäßsystems. Ziel ist es, neue Mechanismen zu entschlüsseln, die für den Prozess der Atherogenese (Arterienverkalkung) sowie für die Funktion und Regeneration von Blutgefäßen von Bedeutung sind und die somit zur Entwicklung neuer pharmakologischer Therapiestrategien in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankung beitragen können. In diesem Kontext fokussieren wir vor allem auf Angiotensin- und Thromboxan A2-Rezeptoren sowie die NO/cGMP-Kaskade. Zudem interessieren wir uns für Faktoren (Biomarker), die zur Erkennung und Einschätzung des kardiovaskulären Risikos von gesunden Menschen und Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen herangezogen werden können und untersuchen genetische Faktoren, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit von kardiovaskulären Therapeutika beeinflussen.
In unseren wissenschaftlichen Projekten kommt ein breites Methodenspektrum der klinisch orientierten Grundlagenforschung zur Anwendung. Hierzu gehören u.a. state-of-the-art molekularbiologische, proteinbiochemische, histologische, zellbiologische und komplexe mikroskopische Methoden (konfokale Laserscanning-Mikroskopie, Fluoreszenzlebensdauer-Mikroskopie, FRET-Mikroskopie, Lebendzellanalysen, akute Gewebeschnitte) sowie Methoden der Arzneistoff-Analytik. In vivo steht zudem die Analyse genetischer Mausmutanten in experimentellen Modellen der Hypertonie, vaskulären Dysfunktion (Atherosklerose) und Regeneration (Angiogenese) sowie der Tumorpathophysiologie im Vordergrund.
Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung liegt im Bereich der translationalen Tumorforschung. Im Fokus stehen molekulare Signaltransduktionsmechanismen, die das Tumorwachstum, die Angiogenese und die Therapieresistenz solider Tumoren steuern. Untersucht werden insbesondere kolorektale Karzinome (CRC) sowie pädiatrische Tumoren wie das Retinoblastom (RB), mit einem besonderen Augenmerk auf G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, Transkriptionsfaktoren und Rho-GTPasen als potenzielle pharmakologische Angriffspunkte. Die Forschung umfasst zellbasierte Modelle sowie präklinische in-vitro- und in-vivo-Tumormodelle zur funktionellen Charakterisierung neuer therapeutischer Strategien.
Eine detaillierte Darstellung der einzelnen Projekte und Forschungsbereiche findet sich im linken Reiter unter „Arbeitsgruppen“.